Am 14. März 2016 um 19.00 Uhr startet der Freundeskreis Filmfest Hamburg seine diesjährige Filmreihe mit "Much Loved" (arab. OF mit dt. UT) des französisch-marrokkanischen Regisseurs Nabil Ayouch im Metropolis Kino. Der Film lief bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes in der Sektion Quinzaine des Réalisateurs. Er wird mit freundlicher Genehmigung des Arsenal Filmverleihs gezeigt und kommt am 14. April in die deutschen Kinos.

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Much Loved

Marrakesch heute: Noha, Randa, Soukaina und Hlima verkaufen ihre Körper. Sie sind Huren, Objekte der Begierde. In der Nacht fließt das Geld großzügig im Rhythmus des Vergnügens, doch auch Demütigungen gehören dazu. Gemeinsam sind die Frauen Komplizinnen und lassen sich mit all ihrer Lebendigkeit auf dieses Spiel ein. In ihrem ganz eigenen Reich finden sie die Freiheit und Würde, die ihnen in der marokkanischen Gesellschaft entsagt bleiben – einer Gesellschaft, die sie gleichzeitig ausnutzt und verdammt.

Mit drastischer Direktheit zeigt Nabil Ayouch die Überlebensstrategien vier junger Frauen in Marrakesch, die auf dem Weg zu ihrer individuellen Freiheit das verkaufen, was man ihnen nicht nehmen kann: ihren Körper. Ayouch vermeidet dabei die gängigen Klischees leidender Prostituierter, viel wichtiger ist ihm die physisch-mitreißende Lebendigkeit einer modernen, selbstbewussten Generation junger nordafrikanischer Frauen.
Nach Auffassung der marokkanischen Regierung stellt der Film eine Beleidigung für das Land, seine Normen und Werte dar und unterliegt in Marokko einem Aufführungsverbot.

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